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Historie

Das heutige Institut für Kunststofftechnik ist aus dem Institut für Kunststofftechnologie und dem Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde entstanden. Seit dem 1.9.2010 ist Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten der Leiter des vereinigten Instituts.

Das Institut für Kunststofftechnologie wurde im Jahre 1964 unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Schenkel an der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart mit dem Ziel gegründet, im Zusammenwirken mit anderen Instituten des Maschinenbaus die Ausbildung von Studierenden sowie die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Kunststofftechnologie auszubauen und zu intensivieren. Das Institut war ursprünglich der Studienrichtung Maschinenwesen zugeordnet. Seit der Gründung des Fachbereichs Verfahrenstechnik im Jahre 1970, gehört es diesem Fachbereich an.

Im Jahr 1979 wurde Prof. Dr.-Ing. H.-G. Fritz, ein Schüler Schenkels, zum Institutsdirektor berufen. Prof. Dr. rer. nat. Wagner unterstützte die Institutsarbeit von 1988 bis er 1999 einen Ruf nach Berlin annahm. Entsprechend seiner Widmung lagen die Ausbildungs- und Forschungsschwerpunkte des Instituts für Kunststofftechnologie auf den Gebieten der Kunststoffaufbereitung und -verarbeitung, des Kunststoffmaschinen- und -anlagenbaus, der Strömungsmechanik sowie der Kunststoff-Rheologie und Rheometrie. Ferner wurden in den 90er Jahren die Aktivitäten auf das Arbeitsgebiet des Kunststoffrecyclings ausgeweitet.

Fast zeitgleich, im Jahre 1963 wurde das Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde (IKP) der Universität Stuttgart von der staatlichen Materialprüfanstalt (MPA) Stuttgart gegründet und abgespalten. Zum ersten Institutsdirektor wurde Prof. Dr.-Ing. Siegmund Wintergerst berufen. Das Institut war anfangs in den Gebäuden der MPA in Stuttgart-Berg untergebracht. Im Jahr 1969 erfolgte der Umzug in die heutigen Räume am Pfaffenwaldring 32. Auch das IKP war ursprünglich dem Fachbereich Maschinenwesen zugeordnet und gehört seit 1969 zum Fachbereich Verfahrenstechnik.

Prof. Dr.-Ing. P. Eyerer wurde 1979 mit der Leitung des IKP betraut. Herr Prof. Dr. rer. nat. G. Busse verstärkte die Institutsarbeit von 1985 bis zu seinem Ruhestand 2011. Die Aufgaben des Instituts umfassten in jener Zeit neben der angewandten und Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Werkstoffkunde der Kunststoffe insbesondere auch die Tätigkeit als Kunststoff-Prüfinstitut. Daraus resultierte von Beginn an eine enge Kooperation mit der Industrie, die sich in der Bearbeitung von praxisrelevanten Forschungsthemen und einem effektiven Technologietransfer verdeutlichten. Herr Professor Busse brachte aus der Luft- und Raumfahrttechnik das Themenfeld "Zerstörungsfreie Prüfung" mit in die Grundlagenforschung.